Gipskarton-Rechner
Raummaße oder eine bereits gemessene Plattenfläche eingeben, Plattenformat und Verschnitt wählen – und du erhältst die Bestellmenge an Platten sowie Richtwerte für Schrauben, Band und Spachtel.
Berechnen
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Measurements convert when you switch units
Ergebnis
Die Formel
Bei einem Rechteckraum gilt: Wandfläche = 2×(L+B)×H. Decke (L×B) addieren, wenn sie bekleidet wird; Türen, Fenster und Extra-Öffnungen abziehen, Verschnitt aufschlagen und durch die Plattenfläche teilen. Zubehör folgt gängigen Baustellen-Faustregeln auf der Nettofläche.
Rechenbeispiel
- Raum 5 m × 4 m × 2,4 m → Wände = 2×(5+4)×2,4 = 43,2 m²; Decke = 20 m²
- 1 Tür (2,0 m²) + 1 Fenster (1,4 m²) → netto = 43,2 + 20 − 3,4 = 59,8 m²
- Platte 120 cm × 240 cm = 2,88 m²; mit 10 % Verschnitt → ceil(65,78 ÷ 2,88) = 23 Platten
Ergebnis: 23 Platten bestellen (plus Schätzung für Schrauben, Band und Spachtel)
So wird die Gipskartonmenge berechnet
Der Rechner wandelt Raumgeometrie (oder eine direkte Flächeneingabe) in Netto-Plattenfläche um, schlägt Verschnitt für Zuschnitte und Bruch auf und packt den Bedarf in ganze Platten plus grobe Finish-Mengen.
Raumabnahme oder gemessene Fläche
Im Raummodus entstehen die Wände aus Umfang × Höhe; optional kommt die Deckengrundfläche dazu. Der Flächenmodus eignet sich für unregelmäßige Räume, die du bereits als zusammengesetzte Rechtecke gemessen hast.
Übliche Planungsabzüge: etwa 2,0 m² pro Tür und 1,4 m² pro Fenster. Extra-Öffnungen nutzen für Einbauschränke, große Glasflächen oder andere Aussparungen, die du selbst abziehen willst.
Plattenformat und Verschnitt
Die Abdeckung ist Länge × Breite der Platte. In Deutschland und Europa sind 1250×2000 mm, 1250×2500 mm oder 1200×2400 mm üblich (je nach Hersteller/Rigips-System). Längere Platten reduzieren Stoßfugen an hohen Wänden, sind aber schwerer.
Rund 10 % Verschnitt passen zu typischen Wohnräumen mit Öffnungen. Einfache Rechteckwände kommen mit 5–8 % aus; Dachschrägen, viele Ecken oder komplizierte Grundrisse brauchen oft 12–15 %.
Schrauben, Fugenband und Spachtelmasse
Zubehörwerte sind Größenordnungen: etwa 11 Schrauben pro m² Nettofläche, etwa 1,3 m Band pro m² und etwa 0,4 L Fertigspachtel pro m² für einen Standard-Mehrschichtaufbau.
Sie ersetzen weder Hersteller-Befestigungspläne noch Eckschutzschienen noch die Spachtelmenge für Q4 / Vollglätte. Strukturen und Brandschutzaufbauten ändern Plattentyp und Spachtelbedarf.
Was dieses Tool nicht abbildet
Es wählt weder 12,5 mm Standard, Feuchtraumplatten (GKBI), Brandschutzplatten (GKF) noch Doppelbeplankung, Schallabhänger oder Anforderungen nach Musterbauordnung/DIN. Ständerabstand, Schraubentyp (Holz/Metall) und Qualitätsstufe vor der Bestellung klären.
Interessante Fakten
Eine 1250×2500-Platte deckt 3,125 m² ab
Im deutschen Fachhandel sind oft 1,25 m × 2,50 m gängig (3,125 m²). Auch 1200×2400 (2,88 m²) sind üblich. Längere Formate sparen Horizontalstöße bei großen Raumhöhen – auf Kosten von Gewicht und Handling.
DIN EN 520 regelt Gipsplatten in der EU
In Deutschland und der EU spezifiziert DIN EN 520 Gipsplatten (Typen A, H, F usw.). CE-Kennzeichnung und Herstellerdatenblatt nennen Dicke, Typ und Einsatz (Trockenraum, Feuchtraum, Brandschutz).
12,5 mm Standard für Innenwände; Feuchtraumplatte im Bad
Wohnungswände nutzen meist 12,5-mm-Standardplatten. Bäder und Küchen verlangen oft imprägnierte Feuchtraumplatten; brandschutzrelevante Bauteile GKF oder geprüfte Systeme. Die Dicke ändert Gewicht und Leistung, nicht die Flächenrechnung.
Stoßfugen sind aufwendiger zu verspachteln als gefaste Längskanten
Werksseitig gefaste Längskanten nehmen Band und Spachtel sauberer auf als rechtwinklige Stoßenden. Ein Layout mit möglichst wenigen Stößen spart Finish-Zeit, auch wenn die Plattenzahl ähnlich bleibt.
Verschnitt kommt vor allem von Zuschnitten, nicht von ganzen Restplatten
Abschnitte an Türen, Fenstern und windschiefen Ecken erzeugen mehr Verschnitt als intakte Restplatten. Etwas Reserve aus derselben Charge hilft auch bei späteren Ausbesserungen.
Häufig gestellte Fragen
Wandfläche als 2×(Länge+Breite)×Höhe berechnen, Decke addieren falls bekleidet, Türen und Fenster abziehen, Verschnitt aufschlagen, durch die Plattenfläche teilen und aufrunden. Dieser Rechner macht die Abnahme für dich.
1250×2500 mm oder 1200×2400 mm sind am gängigsten und noch gut allein handhabbar. Längere Platten lohnen sich, wenn Raumhöhe oder lange Wände weniger Fugen wert sind als das Extra-Gewicht.
Plane etwa 10 % für typische Räume mit Türen und Fenstern. 5–8 % bei einfachen Rechteckwänden, 12–15 % bei komplexen Grundrissen, Dachschrägen oder vielen kleinen Zuschnitten.
Ja, für eine engere Plattenzahl. Der Raummodus zieht Standardflächen ab; Extra-Öffnungen für große Terrassentüren oder andere Aussparungen nutzen.
Eine gängige Planungsregel sind etwa 11 Schrauben pro m² Platte (rund 30–35 Stück auf einer 1250×2500-Platte). Den Befestigungsplan nach Ständerabstand und Holz- oder Metallständer befolgen.
Richtwerte: etwa 1,3 m Band pro m² Platte und etwa 0,4 L Fertigspachtel pro m² für Standardfinish. Qualitätsstufe Q4 oder starke Struktur braucht mehr Spachtel.
Ja. Decke einbeziehen im Raummodus aktivieren oder Wand- plus Deckenfläche im Flächenmodus eingeben. An Decken ist der Schraubenabstand oft enger als an Wänden.
Nein. Dicke beeinflusst Gewicht, Brandschutz und Durchbiegung, nicht die Abdeckfläche. Das passende Produkt wählen und die Plattenzahl aus dieser Schätzung bestellen.
Quellen
- DIN EN 520 — Gipsplatten — Begriffe, Anforderungen und Prüfverfahren Europäische Norm für Typen und Dicken von Gipsplatten (Gipskarton/Rigips) in der EU.
- DIN 18180 / DIN 18181 — Gipsplatten und deren Verarbeitung Nationale Normen und Hinweise zur Anwendung und Verarbeitung von Gipsplatten in Deutschland.
- Verlegehinweise Trockenbau-Systeme Plattenformate, Dicken und Befestigungspläne gängiger Systeme im deutschen Markt.