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Ergebnis

Die Formel

ROI teilt den Nettogewinn (oder -verlust) durch die Anfangsinvestition und multipliziert mit 100. Gewinn ist Endwert minus Anfang.

ROI = ((Endwert − Anfang) ÷ Anfang) × 100 · Gewinn = Endwert − Anfang

Rechenbeispiel

  1. Anfang 10.000 €; Endwert 12.500 €
  2. Gewinn = 12.500 − 10.000 = 2.500 €
  3. ROI = (2.500 ÷ 10.000) × 100 = 25%

Ergebnis: ROI 25% · Gewinn 2.500 €

So wird der ROI berechnet

Einfacher ROI beantwortet: „Wie viel habe ich relativ zum Einsatz gewonnen?“ Er ist skalenfrei — gut vergleichbar bei unterschiedlicher Projektgröße — ignoriert aber Zeit und Risiko, sofern Sie die nicht selbst ergänzen.

Zähler und Nenner

Anfang muss positiv sein. Endwert kann höher (Gewinn) oder niedriger (Verlust) liegen. Negativer ROI heißt: Endwert unter dem Start. Wir annualisieren nicht: 25% in einem Monat und 25% in fünf Jahren wirken hier identisch.

Was in „Anfang“ und „Ende“ gehört

Bleiben Sie konsistent. Enthält der Anfang Gebühren und Einstiegskosten, sollte das Ende realisierbare Erlöse nach Ausstiegskosten abbilden — oder klar als Mark-to-Market ohne Kosten gekennzeichnet sein. Marketing-„ROI“ mit Umsatz ohne Wareneinsatz ist kein Finanz-ROI.

Zeit und Risiko (nicht in der Formel)

Für Mehrjahresvergleiche annualisieren (z. B. Zinseszins) oder die Haltedauer neben den ROI schreiben. Gleiche ROI-Werte können sehr unterschiedliche Volatilität und Liquidität bedeuten. In der EU helfen Bildungsangebote von BaFin und Bundesbank bei der Einordnung.

Was wir nicht modellieren

Kein Cashflow-Timing, keine zwischenzeitlich reinvestierten Dividenden, kein Leverage, keine risikobereinigten Kennzahlen (Sharpe usw.). Spezialtools nutzen, wenn das zählt.

Interessante Fakten

Überall genutzt

ROI vergleicht Investments unterschiedlicher Größe: Gewinn (oder Verlust) relativ zum Einsatz.

Zeitraum fehlt oft

50% in einem Monat ≠ 50% in fünf Jahren. Jahresisieren oder den Zeitraum nennen.

Cash vs. Buch-ROI

Marketing zählt oft Umsatzlift; Finance eher Cashflow. Zähler klar definieren.

Sunk Costs

Für Zukunftsentscheidungen Sunk Costs ignorieren — historisch aber ehrlich inklusive Ausgaben berichten.

Risiko unsichtbar im %

Gleicher erwarteter ROI kann sehr unterschiedliche Volatilität bedeuten. Risiko und Downside mitdenken.

Häufig gestellte Fragen

Hängt von Anlageklasse, Risiko und Horizont ab. Vergleichen Sie mit einer passenden Benchmark (z. B. breitem Aktienindex bei Aktienrisiko) und nennen Sie das Zeitfenster.

Gewinn ist der absolute Zuwachs (Ende − Anfang). ROI skaliert ihn mit dem Einsatz: 500 € auf 1.000 € (50%) schlagen 500 € auf 10.000 € (5%).

Ja. Liegt der Endwert unter den Kosten, sind Gewinn und ROI negativ — ein Verlust relativ zum Einsatz.

Nein. Für mehrjähriges Wachstum mit Zinseszins den Zinseszins-Rechner nutzen oder eine annualisierte Rate separat berechnen.

Für realistischen Anleger-ROI Kaufkosten in den Anfang und Verkaufskosten vom Erlös abziehen. Mark-to-Market vor Kosten ist ok, wenn klar gekennzeichnet.

Quellen

  1. Investor.gov — Einstieg — U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) Verständliche Investitionsgrundlagen des US-Regulators; ergänzend BaFin-Verbraucherinfos nutzen.
  2. Verbraucher-Finanztools — Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) Tools zum Produktvergleich; in Deutschland auch Stiftung Warentest / BaFin-Hinweise.
  3. Zinseszins (verwandte Kennzahl) — U.S. Securities and Exchange Commission — Investor.gov Wenn Zeit zählt, ist Zinseszins die bessere Begleitkennzahl zum Roh-ROI.