BMI-Rechner
Berechnen Sie Ihren Body-Mass-Index (BMI) in Sekunden. In Deutschland ist der BMI das übliche Screening-Instrument in der hausärztlichen Praxis und in Vorsorgeuntersuchungen.
Berechnen
Ihr BMI
Die Formel
Der Body-Mass-Index (BMI) setzt Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die WHO nutzen ihn als ersten Orientierungswert bei Erwachsenen — nicht als alleinige Diagnose.
Rechenbeispiel
- 178 cm in 1,78 m umrechnen
- 1,78² = 3,1684
- 75 kg ÷ 3,1684 ≈ 23,7
Ergebnis: 23,7 — Normalgewicht (WHO)
So lesen Sie den BMI
Der BMI ist ein Screening-Index. Die Rechnung ist einfach; die klinische Bedeutung hängt aber von Alter, Geschlecht, Herkunft, Muskelmasse und weiteren Risikofaktoren ab.
WHO-Kategorien für Erwachsene
Für die meisten Erwachsenen teilt die WHO den BMI in Untergewicht (<18,5), Normalgewicht (18,5–24,9), Übergewicht (25–29,9) und Adipositas (≥30). In der Praxis werden oft Adipositasgrade I–III unterschieden.
Die Grenzwerte dienen vor allem der Bevölkerungsüberwachung. Wer viel Muskelmasse hat, kann im Übergewichtsbereich landen und trotzdem wenig Körperfett haben.
Asiatische und andere Schwellen
Manche regionale Leitlinien (u. a. WHO Western Pacific) nutzen niedrigere Handlungsschwellen wie BMI ≥23 für asiatische Populationen, weil das kardiometabolische Risiko früher steigen kann. Folgen Sie immer dem Rat Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.
Kinder und Jugendliche
Unter 18 Jahren gehört der BMI auf alters- und geschlechtsspezifische Perzentilkurven (WHO oder CDC), nicht auf die Erwachsenengrenzen dieser Seite. Ein „normaler“ Erwachsenenwert kann bei Kindern irreführen.
Was der BMI nicht zeigt
Fettverteilung, Fitness, Knochendichte und Wassereinlagerung fehlen. Bei wichtigen Entscheidungen ergänzen Taillenumfang, Körperfettschätzung, Labor und klinische Beurteilung — in Deutschland oft beim Hausarzt, mit Orientierung an DGE und RKI.
Interessante Fakten
Belgischer Ursprung
Adolphe Quetelet entwickelte den Index in den 1830er-Jahren in Brüssel — damals „Quetelet-Index“. Den Namen BMI prägte Ancel Keys erst in den 1970ern.
Andere Schwellen in Asien
Die WHO-Region Westpazifik empfiehlt für viele asiatische Populationen Übergewicht ab BMI ≥23, weil Risiken oft früher steigen als bei den klassischen WHO-Grenzen.
Sportler oft falsch eingeordnet
Kraftsportler und Rugby-Spieler haben häufig einen BMI über 30 bei niedrigem Körperfettanteil — Muskelmasse wiegt bei gleichem Volumen mehr als Fett.
Weltweit am verbreitetsten
Über 200 Länder nutzen den BMI in epidemiologischen Studien, weil nur Größe und Gewicht nötig sind — ohne Spezialgeräte.
Häufig gestellte Fragen
Die WHO definiert Normalgewicht als BMI 18,5–24,9. Ab 25 gilt Übergewicht, ab 30 Adipositas. Individuelle Risiken besprechen Sie am besten mit Ihrer Hausarztpraxis.
Er ist ein Screening-Wert. Bei sehr muskulösen Menschen überschätzt er oft den Fettanteil, bei älteren Menschen mit Muskelschwund kann er ihn unterschätzen.
Beides ist möglich — der Rechner rechnet automatisch um. Nutzen Sie die Einheit, in der Sie üblicherweise messen.
Nein. Der BMI ist ein Hinweis, keine Diagnose. Für eine individuelle Einschätzung gehört die ärztliche Untersuchung dazu.
Quellen
- Adipositas und Übergewicht — Factsheet WHO-Grenzwerte für den BMI bei Erwachsenen in der Bevölkerungsüberwachung.
- Übergewicht und Adipositas Deutsche Daten und Einordnung zu Übergewicht und Adipositas.