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Die Formel

Die US-Navy-Methode nutzt Logarithmen von Umfangsdifferenzen und der Körpergröße, um den Körperfettanteil zu schätzen. Für Männer und Frauen gelten getrennte Gleichungen. Die Ergebnisse sind Schätzungen mit typischen Abweichungen von wenigen Prozentpunkten gegenüber Labormethoden.

Männer: KF% = 86,010×log₁₀(Bauch−Hals) − 70,041×log₁₀(Größe) + 36,76 (cm)

Rechenbeispiel

  1. Beispiel Mann: Bauch 85 cm, Hals 38 cm, Größe 178 cm
  2. log₁₀(Bauch − Hals) und log₁₀(Größe) berechnen, männliche Koeffizienten anwenden
  3. Ergebnis ≈ 18% Körperfett

Ergebnis: ≈ 18% Körperfett (Schätzung)

So funktioniert die Navy-Schätzung

Umfangsgleichungen entstanden, um die Körperzusammensetzung ohne Caliper oder Scanner zu beurteilen. Die Messtechnik bestimmt einen großen Teil der Genauigkeit.

Eingaben und Einheiten

Messen Sie Größe und Umfänge einheitlich (hier in cm; Zoll-Eingaben werden umgerechnet). Für diese Methode liegt der Taillenumfang typischerweise auf Nabelhöhe; der Hals unterhalb des Kehlkopfs. Frauen messen zusätzlich die Hüfte am weitesten Punkt. Das Band soll anliegen, ohne Gewebe einzudrücken.

Warum Logarithmen?

Die veröffentlichten Navy-Gleichungen sind empirische Anpassungen, die Umfänge mit densitometrisch geschätztem Körperfett verknüpfen. Sie berechnen kein direktes geometrisches Fettvolumen.

Genauigkeitsgrenzen

Erwarten Sie grob ±3–4 Prozentpunkte gegenüber DEXA bei vielen Erwachsenen; größere Fehler bei sehr niedrigem oder sehr hohem Körperfett und bei inkonsistenten Messungen. Ödeme, Schwangerschaft und manche Erkrankungen machen den Alltagsgebrauch ungeeignet.

BMI versus Körperfett

Der BMI nutzt nur Größe und Gewicht. Zwei Personen mit gleichem BMI können sich im Fettanteil stark unterscheiden — deshalb gibt es Umfangsmethoden. In Deutschland ergänzt der Taillenumfang den BMI oft in Check-ups und DGE-Kontexten.

Interessante Fakten

Für den Feldeinsatz

Die Umfangsformel der U.S. Navy schätzt Körperfett aus Nacken-, Taillen- und (bei Frauen) Hüftumfang — ohne Caliper oder Scanner.

BMI ist kein Körperfett

Gleicher BMI kann sehr unterschiedliche Fettanteile bedeuten. Fett- und Magermasse sagen oft mehr über die Gesundheit aus als das Gewicht allein.

Essenzielles Fett

Ein Mindestanteil Körperfett ist für Hormone und Organschutz nötig. Extrem niedrige Werte können trotz „sportlicher“ Optik problematisch sein.

Viszerales Fett

Fett um die Organe gilt als metabolisch riskanter als Unterhautfett — deshalb taucht der Taillenumfang in vielen Check-ups auf.

Laborwerte bleiben genauer

DEXA, ADP und Unterwasserwiegen sind präziser; Umfang und BIA bleiben praktische Schätzungen.

Häufig gestellte Fragen

Oft innerhalb von etwa 3–4 Prozentpunkten zur DEXA bei vielen Menschen, aber weniger zuverlässig bei extremer Schlankheit oder Adipositas und bei schwankenden Bandmaß-Messungen.

Für diese Methode auf Nabelhöhe, entspannt stehend, Band horizontal und anliegend. Den Bauch nicht einziehen.

Die weibliche Navy-Gleichung enthält den Hüftumfang, um das typische Fettverteilungsmuster im empirischen Fit besser abzubilden.

Nein. Es ist eine Screening-Schätzung. Besprechen Sie Körperzusammensetzungsziele mit Arzt oder Ernährungsfachkraft, wenn Gesundheitsentscheidungen davon abhängen.

Quellen

  1. Navy Physical Readiness Program — Körperzusammensetzung — U.S. Navy (MyNavy HR / PRP-Materialien) Offizieller Programmkonttext zu umfangsbasierten Standards.
  2. Referenzwerte und Körpergewicht — Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Deutscher Ernährungskontext; Taillenumfang ergänzt den BMI als Risikosignal.
  3. Adult BMI categories — U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Kontrast zum rein gewichtsbasierten BMI-Screening.