Boot-Kraftstoffverbrauch-Rechner
Geben Sie Leistung pro Motor, Kraftstoffart und Last ein, um den Stundenverbrauch zu schätzen. Mit Fahrstunden, Marina-Preis und Tankinhalt sehen Sie Törn-Menge, Kosten und Reichweite — inklusive Ein-Drittel-Reserve.
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Ergebnis
Die Formel
Der nautische Verbrauch wird aus dem spezifischen Kraftstoffverbrauch (BSFC) und dem Kraftstoffgewicht geschätzt. Gallonen pro Stunde bei gegebener Last = (SFC × PS × Motoren × Last%) ÷ spezifisches Gewicht. Liter pro Stunde folgen mit × 3,785.
Rechenbeispiel
- 300 PS Benzin, 1 Motor, 100 % Last (Vollgas)
- GPH = (0.50 × 300 × 1 × 1.00) ÷ 6.1 ≈ 24,59 gal/h → ≈ 93,1 L/h
- 4 h unterwegs → ≈ 372 L · bei 1,85 €/L an der Marina → ≈ 688 €
Ergebnis: ≈ 93,1 L/h · 372 L · 688 €
So wird der Bootsverbrauch geschätzt
Anders als beim Auto (L/100 km) plant man auf dem Wasser meist in Litern pro Stunde: Seegang und Strömung ändern die zurückgelegte Distanz stärker als eine Steigung auf der Straße.
BSFC-Faustformel
Die Schätzung multipliziert den spezifischen Verbrauch mit der Leistung und teilt durch das Kraftstoffgewicht pro Gallone. Typische Planungskonstanten: etwa 0,50 lb/hp/h und 6,1 lb/gal für Benzin sowie 0,40 lb/hp/h und 7,2 lb/gal für Diesel — nahe Vollgas-Mittelwerten vieler Freizeitmotoren.
Lastprozentsatz
100 % modelliert Nennleistung bei Vollgas. Im Cruise liegt die Propellerlast oft deutlich darunter — Last-% Richtung typische Cruise-Einstellung senken. Propellerlast skaliert nicht linear mit der Drehzahl; Hersteller-Verbrauchskurven schlagen einen einzelnen Prozentsatz.
Mehrmotorige Boote
Leistung pro Motor und Motoranzahl eingeben. Zwei 150-PS-Motoren bei gleicher Last verbrauchen unter dieser Schätzung etwa doppelt so viel wie ein einzelner 150-PS-Antrieb.
Was wir nicht modellieren
Kein Rumpf, Seegang, Wind, Bewuchs, Generator oder Ethanol-Dichte. Planungsgrößen — vor längeren Törns (Nord-/Ostsee, Binnenwasserstraßen) mit Durchflussmesser oder Tankprotokoll prüfen.
Interessante Fakten
Auf dem Wasser zählt L/h
Wellenhöhe und Strömung ändern die Fahrt stärker als Steigungen im Straßenverkehr. Skipper protokollieren Stundenverbrauch (L/h) und rechnen erst nach gemessener Geschwindigkeit in Seemeilen pro Liter um.
Benzin- und Diesel-Konstanten
Bei gleicher Leistung liegt Benzin-Vollgas oft nahe PS ÷ 12 (in gal/h), Diesel eher bei PS ÷ 18 — unterschiedliche BSFC- und Dichteannahmen. An deutschen Marinas und Wasserstraßen schwanken Super und Diesel; den aktuellen Zapfpreis nutzen.
Die Drittel-Regel
Viele Sicherheitsratgeber (u. a. Wassersportverbände, vergleichbar mit internationalen Safe-Boating-Hinweisen) empfehlen ein Drittel Hinfahrt, ein Drittel Rückfahrt und ein Drittel Reserve für Wetter, Umweg oder Wartezeit an Schleusen und Brücken.
Generatoren verbrauchen mit
Bordlast und Aggregat können Liter pro Stunde addieren, auch wenn die Hauptmotoren im Leerlauf oder am Anker aus sind — für Übernachtungen extra einplanen.
Häufig gestellte Fragen
Spezifischen Verbrauch mit Leistung (sowie Motoren und Lastanteil) multiplizieren und durch Pfund Kraftstoff pro Gallone teilen. Dieser Rechner nutzt gängige Benzin-/Diesel-Konstanten und zeigt Liter im metrischen Modus.
Bei klar unter Vollgas starten oft 50–70 %, dann mit eigenen Logs kalibrieren. Liegt eine Hersteller-Drehzahl-/Verbrauchstabelle vor, diese dem einzelnen Last-% vorziehen.
Nein. Boote werden in Litern (oder Gallonen) pro Stunde angegeben. Seemeilen pro Liter ergeben sich als Geschwindigkeit ÷ L/h, sobald beide Werte bekannt sind.
Ja — Leistung eines Motors eingeben und Motoren auf 2 (oder mehr) setzen. Der Verbrauch skaliert bei gleicher Last mit der Motoranzahl.
Üblich ist etwa ein Drittel des nutzbaren Kraftstoffs als Reserve. Das Tool zeigt Volltank-Reichweite und Ein-Drittel-Reserve.
Propellersteigung, Bewuchs, Höhe, Feuchte, Einspritzung und Seegang verschieben den BSFC. Ergebnis als Planungsband nutzen und nach einigen Marina-Tankungen anpassen.
Quellen
- Calculating Boat Fuel Consumption Klassischer Freizeit-Ansatz zur BSFC-/GPH-Schätzung für Benzin und Diesel.
- Sicherheit auf dem Wasser Hinweise zur sicheren Sportbootfahrt und Planung in Deutschland.
- European Maritime Safety Agency Europäischer Rahmen zu maritimer Sicherheit und Sportbooten.