Photovoltaik-Amortisationsrechner
Geben Sie Anlagenkosten, Förderungen, Leistung, Peak-Sonnenstunden und Ihren Strompreis ein — so sehen Sie, in wie vielen Jahren die Stromersparnis die Nettoinvestition wieder einspielt. Optional können Sie Eigenverbrauch und Einspeisung getrennt bewerten, falls Überschuss nicht zum vollen Haushaltspreis gutgeschrieben wird.
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Ergebnis
Die Formel
Nettokosten sind Installationspreis minus Förderungen. Der Jahresertrag multipliziert DC-Leistung mit Peak-Sonnenstunden, 365 Tagen und dem Performance Ratio. Standardmäßig wird der gesamte Ertrag mit dem Haushaltsstrompreis bewertet (voller Bill-Offset / Net Metering). Im Modus Eigenverbrauch vs. Einspeisung erhält nur min(Ertrag, Haushaltsverbrauch) den Haushaltspreis; der Überschuss den Einspeise- oder Exporttarif.
Rechenbeispiel
- Anlagenkosten 18.000 € minus Förderungen 3.000 € → Netto 15.000 €
- 6 kW × 3,5 Peak-Sonnen-h/Tag × 365 × 80 % PR → 6.132 kWh/Jahr
- 6.132 kWh × 0,30 €/kWh → 1.839,60 € Ersparnis pro Jahr
- Amortisation = 15.000 € ÷ 1.839,60 € ≈ 8,2 Jahre
Ergebnis: ≈ 8,2 Jahre · 1.840 €/Jahr Ersparnis
So wird die PV-Amortisation berechnet
Dieses Tool nutzt eine einfache Amortisationsrechnung: Wie lange dauert es, bis die Stromersparnis das tilgt, was nach Abzug der Förderungen noch zu zahlen ist. Es ist eine Planungsgröße — kein Bank- oder Installateurangebot.
Nettokosten der Anlage
Starten Sie mit dem schlüsselfertigen Preis (Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Montage, Genehmigungen). Ziehen Sie Zuschüsse, Steuervergünstigungen und sonstige Förderungen ab, die Sie tatsächlich erwarten. Übersteigen die Förderungen die Kosten, gilt die Amortisation als sofort.
Jahresertrag aus Leistung und Sonne
Peak-Sonnenstunden sind die äquivalenten Vollaststunden der Einstrahlung an Ihrem Standort (in Deutschland oft etwa 2,8–4,2 h/Tag je nach Region und Ausrichtung). Das Performance Ratio (Standard 80 %) bündelt Wechselrichterverluste, Verschmutzung, Verkabelung und typische Verfügbarkeit — nicht nur die DC-Nennleistung.
Voll-Offset vs. Eigenverbrauch und Einspeisung
Der Standard „gesamter Ertrag mindert die Rechnung“ entspricht vollem Net Metering bzw. einer schnellen Obergrenze. Wählen Sie „Eigenverbrauch vs. Einspeisung“, wenn Überschuss unter dem Haushaltspreis (oder gar nicht) vergütet wird: Jahresverbrauch und Einspeisetarif eingeben — nur selbst verbrauchte Energie erhält den Haushaltspreis.
Was wir nicht modellieren
Keine Degradation der Module, keine Strompreissteigerung, keine Finanzierungskosten, kein Speicher, keine Leistungspreise, keine zeitvariablen Tarife und keine stündliche Übereinstimmung von Last und Erzeugung. Der reale Eigenverbrauch kann unter min(Jahresertrag, Jahresverbrauch) liegen, wenn tagsüber wenig Last da ist.
Interessante Fakten
Peak-Sonnenstunden sind keine Tageslichtstunden
Ein Tag mit „3,5 Peak-Sonnenstunden“ liefert dieselbe Energie wie 3,5 Stunden bei 1.000 W/m². In Norddeutschland und bei Ost-West-Dächern liegen die Werte oft am unteren Ende der Karten.
EEG und Eigenverbrauch prägen die Rechnung
Seit dem EEG gilt: Überschussstrom wird eingespeist und vergütet, aber der größte Hebel für Haushalte ist oft der vermiedene Netzbezug. Tragen Sie deshalb einen realistischen Mischpreis ein — nicht nur den Bruttotarif und nicht nur die Einspeisevergütung.
Der Strompreis wiegt so schwer wie die Sonne
Bei 0,30 €/kWh sind dieselben 6.132 kWh/Jahr etwa doppelt so viel wert wie bei 0,15 €/kWh — hohe Haushaltspreise verkürzen die Amortisation oft stärker als ein sonnigerer, aber günstiger Standort.
Einfache Amortisation ignoriert den Zeitwert des Geldes
Ersparnisse im Jahr 10 werden wie im Jahr 1 behandelt. Für abgezinsten Kapitalwert oder IRR ergänzen Sie diese Schätzung um ein Cashflow-Modell.
kWp ist DC — der Ertrag ist AC
Angebote nennen meist die DC-Modulleistung. Das Performance Ratio übersetzt das in nutzbare AC-Kilowattstunden, die tatsächlich die Stromrechnung mindern.
Häufig gestellte Fragen
Nettokosten (Installationspreis minus Förderungen) durch die jährliche Stromersparnis teilen. Standardmäßig: Ersparnis = Jahres-kWh × Haushaltsstrompreis. Im Modus Eigenverbrauch vs. Einspeisung gilt der Haushaltspreis nur bis zum Verbrauch; Überschuss nutzt den Einspeisetarif.
Ja, wenn eingespeister Strom nicht zum vollen Haushaltspreis gutgeschrieben wird. Wechseln Sie zu Eigenverbrauch vs. Einspeisung, tragen Sie die Jahres-kWh aus der Rechnung ein und setzen Sie den Einspeisetarif. Beim vollen Net Metering den Standard-Voll-Offset belassen.
Peak-Sonnenstunden sind standortbezogene äquivalente Vollaststunden pro Tag. Nutzen Sie eine Solarressourcenkarte, Ertragsdaten Ihres Installateurs oder PVWatts — und tragen Sie den Tagesmittelwert hier ein.
Ja, soweit Sie sie erwarten. Förderbeträge unter „Förderungen“ eintragen; für den Einsparungspreis einen Mischsatz aus vermiedenem Bezug und Einspeisevergütung wählen, wenn Sie nicht alles selbst verbrauchen.
Angebote rechnen oft mit höherem Ertrag, steigenden Strompreisen oder Förderungen, die Sie nicht bekommen. Dieser Rechner nutzt nur Ihre Eingaben — ohne Preissteigerung und ohne Degradation.
Nein. Speicherkosten zu den Anlagenkosten addieren und den Eigenverbrauch erhöhen (oder Voll-Offset behalten, wenn der Speicher Export vermeidet), wenn Sie Speicher mitrechnen.
Viele Hausanlagen liegen bei 75–85 %. Nutzen Sie etwa 80 %, sofern Ihr Installateur kein modelliertes PR aus Verschattung und Technik liefert.
Er ist ein erster Screen. Für Entscheidungen mit einem standortspezifischen Ertragsmodell (z. B. PVWatts) und Ihrem konkreten Netztarif abgleichen.
Quellen
- Erneuerbare Energien Offizielle Übersicht zu EEG, Einspeisung und erneuerbaren Energien im Stromnetz.
- PVWatts Calculator Standortbezogene Ertragsschätzung zum Abgleich der Jahres-kWh.
- Erneuerbare Energien (Dossier) Politik- und Marktkontext zu erneuerbaren Energien in Deutschland.