Taille-Verhältnis-Rechner
Berechnen Sie das Taille-zu-Größe- oder Taille-zu-Hüfte-Verhältnis mit WHO-Risikokategorien. Zentrales Fett trägt ein anderes metabolisches Risiko als Fett an anderen Stellen — Taillenmaße erfassen das besser als das Gewicht allein.
Berechnen
Taille-Größe-Verhältnis
Die Formel
Taille-zu-Größe (WHtR) = Taillenumfang ÷ Körpergröße. NICE und weitere Fachstellen nutzen etwa 0,5 als Handlungsschwelle für erhöhtes kardiometabolisches Risiko. Taille-zu-Hüfte (WHR) = Taille ÷ Hüfte; WHO-Grenzwerte: Männer ≥0,90 und Frauen ≥0,85 bedeuten deutlich erhöhtes Risiko.
Rechenbeispiel
- Taille 85 cm, Größe 175 cm
- WHtR = 85 ÷ 175 = 0,49
- Kategorie: gesund (unter der Handlungsschwelle 0,5)
Ergebnis: 0,49 — Gesunder WHtR
Taille-Verhältnisse interpretieren
Zentrales Fett trägt ein anderes metabolisches Risiko als Fett an anderen Stellen — Taillenmaße erfassen das besser als das Gewicht allein.
Taille zu Größe (WHtR)
Eine einfache Regel: Taille unter der Hälfte der Körpergröße halten (WHtR < 0,5). Werte 0,5–0,6 deuten auf erhöhtes Risiko hin; über 0,6 höheres adipositasbezogenes Risiko in Screening-Tools.
Taille zu Hüfte (WHR)
Der WHR vergleicht Bauchfett mit Hüftfett. Die WHO stuft Männer mit WHR ≥ 0,90 und Frauen ≥ 0,85 als wesentlich erhöhtes kardiometabolisches Risiko ein.
So messen Sie
Entspannt stehen, Taille in der Mitte zwischen unterster Rippe und Beckenkamm messen (oder konsequent auf Nabelhöhe). Hüften am breitesten Gesäßumfang. Maßband waagerecht, straff aber nicht einschnürend.
Interessante Fakten
„Taille halb so groß wie Körpergröße“
Public-Health-Kampagnen (u. a. UK-NICE-Kontext) popularisierten WHtR < 0,5 als einfache Screening-Botschaft.
Besser als BMI allein?
Taillenmaße ergänzen Infos zur Fettverteilung — besonders wenn der BMI normal, zentrales Fett aber hoch ist („Normalgewicht-Adipositas“).
Geschlechtsunterschiede beim WHR
Frauen speichern natürlicherweise mehr Hüft-/Oberschenkelfett; WHR-Grenzwerte unterscheiden sich nach Geschlecht in WHO-Leitlinien.
Ergänzung zum Körperfettanteil
Umfangsverhältnisse ersetzen weder DEXA noch Navy-Schätzungen — sie sind schnelle Feld-Screens.
Deutsche Taillen-Richtwerte
DGE und klinische Praxis warnen oft ab Taillenumfang ≥94 cm (Männer) bzw. ≥80 cm (Frauen); ≥102 / ≥88 cm bedeuten erhöhtes Risiko. Ratios relativieren diese Maße an Größe oder Hüfte.
Häufig gestellte Fragen
Viele Leitlinien empfehlen einen WHtR unter 0,5. Zwischen 0,5 und 0,6 gilt oft erhöhtes Risiko; über 0,6 höheres Risiko.
WHO: Männer ≥0,90 und Frauen ≥0,85 bedeuten deutlich erhöhtes Risiko. Darunter ist das Screening-Risiko in der Regel niedriger.
Mitte zwischen unterster Rippe und Beckenknochen, oder immer auf Nabelhöhe — dieselbe Stelle zählt mehr als der exakte Lehrbuchpunkt.
WHtR braucht nur Taille und Körpergröße — leicht zu merken. WHR ergänzt die Hüfte und geschlechtsspezifische Grenzwerte — beide screenen zentrales Fett.
Ja — manchmal „Normalgewicht-Adipositas“ genannt. Taillenbasierte Verhältnisse können zentrales Fettrisiko anzeigen, auch wenn der BMI unauffällig wirkt.
Zentrales Fett nimmt mit dem Alter oft zu, auch ohne großes Gewichtswachstum — die Ratio kann steigen. Die meisten veröffentlichten Grenzwerte sind Screening-Werte für Erwachsene, keine altersfeinen Diagnosen.
Monatlich oder vierteljährlich reicht für Trends. Immer zur gleichen Tageszeit messen, idealerweise nüchtern, und denselben Messpunkt verwenden.