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Ergebnis

Die Formel

Das Seitenverhältnis ist Breite ÷ Höhe, meist in kleinsten ganzen Zahlen als B:H (z. B. 1920×1080 → 16:9). Die fehlende Seite erhält man, indem man die bekannte Seite mit dem passenden Verhältnisanteil multipliziert. Beim Zuschneiden innen bleibt die kürzere relative Seite erhalten und die längere wird gekürzt; beim Letterbox wird die kürzere Seite erweitert.

r = W/H · H = W×(Rh/Rw) · W = H×(Rw/Rh)

Rechenbeispiel

  1. Bei 1920 × 1080 beide Werte durch ggT(1920, 1080) = 120 teilen.
  2. Vereinfachtes Verhältnis = 16:9 (dezimal 1,777…).
  3. Zuschneiden von 4000 × 3000 auf 16:9 → Rahmen 4000 × 2250.

Ergebnis: 16:9 · Zuschnitt 4000 × 2250

So werden Seitenverhältnis und Zuschnitt berechnet

Breite und Höhe sind positive Längen in derselben Einheit (Pixel, Millimeter oder Zoll). Verhältnisse werden mit dem euklidischen ggT vereinfacht, fehlende Seiten per Kreuzprodukt, Zuschnitt- oder Rahmenrechtecke durch Vergleich von Quell- und Zielverhältnis.

B:H vereinfachen

Ganzzahlige Maße werden durch ihren größten gemeinsamen Teiler gekürzt. Nichtganze Werte werden vor dem ggT auf ganze Einheiten gerundet, damit Pixel- und Druckmaße auf bekannte Paare wie 16:9 oder 4:3 fallen, wenn sie exakte Vielfache sind.

Zusätzlich erscheint die Dezimalform B/H — hilfreich bei Beinahe-Treffern (z. B. 1,78 vs. 1,777… für „fast 16:9“).

Fehlende Seite finden

Bei Zielverhältnis Rw:Rh und bekannter Breite: Höhe = Breite × Rh / Rw. Bei bekannter Höhe: Breite = Höhe × Rw / Rh. Alle Längen in derselben Einheit.

Zuschnitt innen vs. Rahmen (Letterbox)

Zuschnitt (innen einpassen) liefert das größte Rechteck des Zielverhältnisses, das noch in die Quelle passt. Ist die Quelle relativ breiter, bleibt die Höhe und die Breite sinkt; ist sie höher, bleibt die Breite und die Höhe sinkt.

Rahmen (außen einpassen) ist das kleinste Rechteck des Zielverhältnisses, das die Quelle enthält — klassisches Letterbox oder Pillarbox, wenn Balken hinzugefügt statt Pixel abgeschnitten werden.

Was wir nicht modellieren

Keine Objektivverzerrung, Safe-Areas, DPI-Umrechnung oder Encoder-Crop-Makros. Die Ausrichtung (Querformat / Hochformat / Quadrat) folgt nur aus B zu H; gespiegelte oder gedrehte Metadaten werden ignoriert.

Interessante Fakten

16:9 wurde zum HDTV-Standard

ITU-R BT.709 und das Konsum-HDTV einigten sich auf 16:9 für 720p und 1080p — deshalb vereinfachen sich 1920×1080 und 1280×720 zu 16:9. In Deutschland senden DVB-T2 HD sowie ARD Mediathek, ZDF und Streaming-Dienste HD-Inhalte praktisch immer in diesem Format.

Kino ist oft breiter als 16:9

Digitalkino und viele Streaming-Titel nutzen ~2,39:1 („Scope“); 2,35:1 bleibt eine gängige Marketingbezeichnung. Beide sind breiter als Fernseh-16:9 und brauchen auf dem TV seitlichen Zuschnitt oder Pillarbox.

DIN A4 folgt √2, nicht einem Videoformat

ISO-216-/DIN-A-Bögen halten 1:√2 ≈ 1:1,414, sodass Halbieren das Verhältnis erhält. Das hat nichts mit 4:3- oder 16:9-Videobildern zu tun — in deutschen Büros und Schulen bleibt A4 das Alltagsdruckformat.

Quadrat 1:1 ist in Social Media weiterhin Standard

Der frühe Instagram-Feed popularisierte 1:1-Zuschnitte; viele Plattformen bieten Quadrat neben 4:5 Hochformat und 9:16 Stories/Reels an. In Deutschland dominiert vertikales 9:16 auf TikTok, Reels und Shorts.

Häufig gestellte Fragen

Teile beide Maße durch ihren größten gemeinsamen Teiler und schreibe das Ergebnis als B:H. Beispiel: 1920÷120 und 1080÷120 → 16:9. Dieser Rechner macht das automatisch und zeigt auch das Dezimalverhältnis B/H.

Höhe = Breite × 9 / 16. Bei Breite 1920: 1920 × 9 / 16 = 1080. Wähle „Fehlende Seite finden“, gib 16 und 9 ein und setze die bekannte Seite auf Breite.

Wähle „Zuschnitt / Rahmen auf Verhältnis“, gib Quellbreite und -höhe ein, setze 16:9 und den Zuschnittmodus. Du erhältst das größte 16:9-Rechteck, das in die Quelle passt — in Editoren meist zentriert.

Zuschnitt trimmt die Quelle auf das Zielverhältnis (Ränder gehen verloren). Letterbox/Rahmen behält die ganze Quelle und fügt leere Balken hinzu, damit der äußere Rahmen dem Zielverhältnis entspricht.

Ja. Der ggT von 1920 und 1080 ist 120, daher vereinfachen sie sich genau zu 16:9. Weitere 16:9-Größen: 1280×720, 2560×1440 und 3840×2160.

Ja, solange Breite und Höhe dieselbe Einheit haben. Die Verhältnisrechnung ist dimensionslos; nur gemischte Einheiten (z. B. mm × in) ergeben ein falsches Verhältnis.

Sensoren und Exportvorgaben nutzen manchmal nahezu 16:9 große Formate (z. B. 1920×1082). Das Tool vereinfacht trotzdem deine Eingabe; vergleiche die Dezimalzahl mit 1,777…, um die Nähe zu prüfen.

9:16 ist einfach gedrehtes 16:9. Gib die Anteile 9 und 16 ein oder nutze die Höhe als längere Seite für Stories, Reels und Shorts.

Quellen

  1. Empfehlung ITU-R BT.709 — Parameterwerte für HDTV — Internationale Fernmeldeunion (ITU) Definiert das HDTV-Bildformat 16:9 der gängigen HD-Pixelmaße.
  2. ISO 216 — Schreibpapier und bestimmte Gruppen von Drucksachen — Internationale Organisation für Normung Festlegung des √2-Seitenverhältnisses der Papierreihen A und B (DIN A).
  3. NIST SP 811 — Leitfaden zur Verwendung des Internationalen Einheitensystems (SI) — National Institute of Standards and Technology (NIST) Längeneinheiten und kohärente Größenalgebra für Dimensionsarbeit.

Informative Maßhilfe für Medien und Layout — prüfe Plattform- und Druckvorgaben vor dem finalen Export.

Zuletzt überprüft: 2026-09-13 — Überprüft von: Editorial Team

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